Krisenkommunikation

Daniel Camenisch Krisenkommunikation Graubünden Schweiz Foto: Mattias Nutt
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Kommunikation in der Multikrise: Orientierung wird zur Kernaufgabe

Geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheit, gesellschaftliche Polarisierung und technologische Umbrüche wirken längst nicht mehr nacheinander. Sie überlagern sich. Für Unternehmen wird damit die Fähigkeit entscheidend, auch unter permanentem Veränderungsdruck Orientierung zu geben und handlungsfähig zu bleiben. Kommunikation übernimmt dabei eine Schlüsselrolle.

Die «Communications Heatmap» der Quadriga Hochschule Berlin und FTI Consulting zeigt, wie stark die Multikrise das Kommunikationsmanagement fordert. Besonders deutlich wird dies intern: 85 Prozent der befragten Kommunikationsverantwortlichen in Deutschland sehen die interne Kommunikation vor der Herausforderung, Veränderungsmüdigkeit abzubauen und eine tragfähige Change-Kultur zu etablieren. 81 Prozent beschäftigen Orientierungslosigkeit, Überforderung und Verunsicherung der Mitarbeitenden.

Doch der Druck kommt von mehreren Seiten gleichzeitig. Vier von fünf Kommunikationsabteilungen sehen sich nicht in der Lage, die Veränderungen der Kommunikationsumwelt mit den vorhandenen Ressourcen zu bewältigen. Für 79 Prozent erschwert die zunehmende Marktvolatilität die strategische Planung der Kommunikation. Hinzu kommen politische und regulatorische Unsicherheiten, Desinformation und neue digitale Kommunikationsräume.

Von der Kommunikation zur strategischen Navigation

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr: Wie kommunizieren wir die nächste Veränderung? Sondern: Wie schaffen wir Orientierung in einer Situation, in der Veränderung zum Dauerzustand wird?

Dafür muss Kommunikation näher an Strategie und Führung rücken. Sie muss Entwicklungen frühzeitig erkennen, Risiken einordnen, relevante Anspruchsgruppen verstehen und unterschiedliche Kommunikationsdisziplinen zusammendenken. Krisenkommunikation, interne Kommunikation, Corporate Communications und Public Affairs lassen sich in einem solchen Umfeld immer weniger isoliert betrachten.

Die Studie empfiehlt unter anderem datenbasierte Frühwarnsysteme, stärkere externe Allianzen und den Abbau interner Silos zwischen kommunizierenden Unternehmensfunktionen. Gerade das abgestimmte Zusammenspiel von Corporate Communications und Public Affairs gewinnt an Bedeutung.

Kommunikation schafft Handlungsfähigkeit

Genau hier setzt strategische Kommunikation an. Vinavant unterstützt Unternehmen, Organisationen und Behörden dabei, komplexe Entwicklungen einzuordnen, kommunikative Risiken frühzeitig zu erkennen und auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.

Von strategischer Kommunikation und Public Affairs über Veränderungs- und Projektkommunikation bis zur Krisenvorbereitung und Krisenkommunikation verbinden wir Analyse, Strategie und Umsetzung.

Denn in der Multikrise reicht es nicht, auf das nächste Ereignis zu reagieren. Kommunikation muss vorausdenken, Orientierung schaffen und Vertrauen sichern.

Die nächste Krise kommt nicht nach der letzten. Sie läuft längst parallel.

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